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Wir in dieser Region

Präambel

Das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium ist die größte weiterführende Schule und gleichzeitig höchste Bildungsstätte in Rathenow und im westlichen Havelland. Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Region nehmen hier ihr Recht auf Bildung wahr.

Bildung ist das wichtigste Entwicklungspotential für die Zukunft jedes Einzelnen und der Gesellschaft. Mit ihrer Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zur allgemeinen Hochschulreife zu führen, übernimmt unsere Schule eine tragende Verantwortung für die gesamte Region.

Als Schule sind wir ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Mit unseren Zielen, den pädagogischen Angeboten sowie unserem wissenschaftlichen, künstlerischen und sportlichen Potential begleiten und unterstützen wir, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer  und Eltern des Friedrich–Ludwig-Jahn-Gymnasiums, aktiv die Entwicklung in Rathenow und im Westhavelland. Aus diesem Grund stellen wir unser Schulprogramm unter das Motto „Wir in dieser Region“. Unser Schulprogramm verpflichtet Lehrkräfte, Schülerschaft sowie Eltern und ist die Grundlage unserer schulischen Zusammenarbeit.

1. Beschreibung der Schule

Das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium befindet sich im östlichen Teil der Innenstadt von Rathenow, der Kreisstadt des Kreises Havelland. Das Gebäude, welches seit 1930 Schulstandort ist, beherbergt seit 1991 das Gymnasium. In der Schule werden derzeit 610 Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsbereich Westhavelland von 45 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen in der Regel die Klassenstufen 7 bis 12. Leistungsstarke und begabte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, unser Gymnasium ab der 5. Klasse in der Leistungs- und Begabungsklasse zu besuchen, in der sie entsprechend ihren individuellen Stärken und Neigungen gefördert werden.

2. Profil der Schule

Unsere Schule ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, das linguistische, mathematisch- naturwissenschaftliche, sportliche sowie künstlerische Inhalte  in den Mittelpunkt seiner Ausbildung stellt. Neben humanistischen Inhalten stellt der bilinguale Bildungsgang in der Fremdsprache Englisch eine besondere Ausrichtung der Schule dar. Ziel ist es, mit einem speziell auf die oben genannten Profilrichtungen abgestimmten Lehr- und Lernangebot bewusst auf die Individualität der Schülerinnen und Schüler einzugehen und gleichzeitig die Vielfalt von Wirtschaft, Kultur und Natur des Havellandes zu reflektieren. Ausdruck findet diese Profilierung besonders in der Einrichtung der Leistungs- und Begabungsklasse.

3. Leitziele

Persönlichkeitsentwicklung - Kompetenzerwerb - Identifikation
Die Schülerinnen und Schüler identifizieren sich mit der Schule, weil diese

  • sie auf die Erlangung der allgemeinen Hochschulreife, auf lebenslanges Lernen und die Bewältigung vielfältiger Herausforderungen im Alltags- und Berufsleben vorbereitet
  • umfassenden Kompetenzerwerb in den Mittelpunkt ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit stellt und dabei die ganzheitliche Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler fördert
  • zur Entfaltung ihrer individuellen Begabungen und Neigungen beiträgt
  • sie anleitet, Verantwortung in gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen zu übernehmen
  • eng mit Partnern in der Region kooperiert, um deren Kompetenzen in schulisches Lernen zu integrieren
  • großes Gewicht auf die Verknüpfung von Lernen in der Schule mit Unterricht an regionalen und überregionalen außerschulischen Lernorten legt
  • außerunterrichtliche Aktivitäten mit dem Ziel der nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler fördert
  • durch ein freudbetontes Lernklima eine persönliche Bindung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.

Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schulträger  und Kooperationspartner aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und arbeiten eng und vertrauensvoll in Fragen zu  Bildung und Erziehung zusammen.

Entsprechend der Leitziele konkretisieren die  am Bildungsprozess Beteiligten diese in Bezug auf die einzelnen Schwerpunkte und legen die dazu notwendigen Maßnahmen fest.

4. Pädagogisches Profil

4.1 Curriculare Arbeit
Die Entwicklung von Kompetenzen mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium oder eine berufliche Ausbildung vorzubereiten, steht im Zentrum unseres Bildungsauftrages. Um dieser gesellschaftlichen Anforderung an die Schule gerecht zu werden, richten wir, die Lehrerinnen und Lehrer, den Unterricht an folgenden Zielen aus.

Wir gestalten den Unterricht kompetenz- und standardorientiert, indem wir

  • fachliche und überfachliche Kompetenzen, vor allem Methodenkompetenz, entwickeln und
  • die Ziele des Unterrichts an den  Eingangsvoraussetzungen und den abschlussorientierten Standards ausrichten.

Wir fördern die multiperspektivische Auseinandersetzung mit Lerninhalten, indem wir

  • ein fächerverbindendes Projekt in jeder Jahrgangsstufe realisieren und fachübergreifenden Unterricht organisieren
  • Möglichkeiten schaffen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler mit lebens- und arbeitsweltbezogenen Textformaten und Aufgabenstellungen auseinander setzen und
  • außerschulische Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in die Unterrichtsarbeit einbeziehen.

Wir organisieren Unterricht als individuellen und kooperativen Prozess, der durch Leistungsbereitschaft, Kontinuität und Ehrlichkeit geprägt ist, mit dem Ziel  zunehmender Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • die Schülerinnen und Schüler durch klare Zielsetzungen, Interessenbezug und Transparenz motivieren
  • Möglichkeiten der Differenzierung und verschiedenartige Sozialformen anwenden und
  • eine Lernkultur schaffen, in der sich Schülerinnen und Schüler ihrer eigenen Lernwege bewusst werden, wodurch wir ihre Selbsttätigkeit fördern.

Wir entwickeln die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdeinschätzung, indem wir

  • nachvollziehbare und transparente Anforderungs- und Bewertungskriterien erstellen und veröffentlichen
  • Phasen der gegenseitigen Einschätzung immanent in den Unterricht einbeziehen und
  • kontinuierliche und individuelle Beratung anbieten.

4.2 Jahrgangsprofile
Diese Ziele finden eine Konkretisierung in den Jahrgangsprofilen, welche jeweils eine Ausrichtung auf das Leitbild der Schule vornehmen.

4.3 Außerunterrichtliche Aktivitäten und Traditionen
Einen wichtigen Beitrag zu umfassender Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler leisten zahlreiche Aktivitäten inner- und außerhalb des Unterrichts, die teilweise schon Traditionscharakter erlangt haben. Diese oftmals klassen- und jahrgangsübergreifenden Aktivitäten fördern Begabungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler und dienen vor allem auch der Repräsentation der Schule nach außen.

Gleichzeitig erwerben die Schülerinnen und Schüler

  • soziale Kompetenzen, indem ihnen Werte wie Zusammengehörigkeitsgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Respekt vor der Leistung anderer und Toleranz vermittelt werden und sie diese zunehmend bewusster in vielfältigen Situationen praktizieren
  • personale Kompetenzen, indem sie ihre Talente und Begabungen, Interessen und Neigungen in unterschiedlichen Situationen, z.B. bei der Teilnahme an Wettbewerben  oder der Umsetzung von Projekten, einbringen und sie dabei einen Zuwachs von Selbstwertgefühl erfahren sowie
  • Methoden- und Sachkompetenzen, indem sie ihre Kenntnissen und Fähigkeiten bei der Planung, Vorbereitung, Organisation, Durchführung, Präsentation und Einschätzung einbringen und dabei weiterentwickeln.

Eine Auflistung unterrichtlicher und außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie Schulveranstaltungen finden Sie im Maßnahmenkatalog in der Anlage.

5. Schule und Ihre Partner

Die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse. Deshalb öffnen wir die Schule nach innen und außen, um vielfältige Partner in diesen Prozess einzubeziehen.

5.1 Zusammenarbeit Lehrer, Eltern und Schüler

Zusammenarbeit Lehrer - Eltern

Wir öffnen uns als Schule den Elternhäusern, indem wir

  • die Eltern beratend in die Fachkonferenzen einbeziehen.

Wir beziehen interessierte Eltern in das Schulleben mit ein, indem wir

  • sie für die Durchführung von Arbeitsgemeinschaften und Projekten gewinnen
  • uns im schulischen und außerschulischen Bereich um regionale, wirtschaftliche und kulturelle Potenziale bemühen.

Wir informieren die Eltern regelmäßig über den Leistungsstand der Schüler, indem wir

  • Elternversammlungen, Elternsprechtage und persönliche Gespräch nutzen.

Wir beraten die Elternhäuser in pädagogischen Fragen, indem wir

  • thematische Elternabende unterstützen und organisieren
  • gleichzeitig die Zusammenarbeit der Eltern untereinander fördern und ihre Initiativen unterstützen.

Zusammenarbeit Lehrer - Schüler

Wir Schüler und Lehrer gehen respektvoll, freundlich und höflich miteinander um und gestalten die Schule als Lebens-, Arbeits- und Lernraum. Lehrer sind Vertrauens-personen unserer Schüler.

Das gelingt uns, indem Lehrer und Schüler

  • hohe Motivation und Leistungsbereitschaft zeigen
  • ausdauernd, sorgfältig, verantwortungsbewusst, eigenverantwortlich, selbstständig und kooperativ arbeiten
  • ein positives, aufgeschlossenes und tolerantes Lernklima schaffen und  freudbetontes Lernen fördern
  • sich gegenseitig unterstützen
  • Verhaltensweisen, die dem Ansehen unserer Schule schaden, vermeiden.

Wir sind stolz darauf, an der größten weiterführenden Schule unserer Region zu lernen und zu arbeiten.

Zusammenarbeit Lehrer - Lehrer - Schulleitung

Wir Lehrer achten uns, arbeiten freundschaftlich und kollegial zusammen und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Das gelingt uns, indem alle Lehrer

  • den kollegialen Erfahrungsaustausch auch über die Grenzen der Fachkonferenz hinaus nutzen
  • fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht und entsprechende Projekte planen und
  • sich gegenseitig unterstützen.

5.2 Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

Wir kooperieren mit gesellschaftlichen Partnern, weil wir

  • durch das Erlebbarmachen demokratischer Prozesse unsere Schülerinnen und Schüler zu mündigen Staatsbürgern erziehen
  • die Ausstattung der Schule den gesellschaftlich-wissenschaftlichen Anforderungen anpassen  und
  • wir gemeinsam die Region stärken.

Wir kooperieren mit Partnern aus der Wirtschaft, weil wir

  • unsere Schülerinnen und Schüler auf das berufliche Leben vorbereiten
  • wir Unterricht praxisnah gestalten und
  • wir an regionalen Entwicklungskonzepten mitarbeiten wollen.

Wir kooperieren mit regionalen Kultureinrichtungen, weil wir

  • unsere künstlerischen Potentiale in das öffentliche Kulturleben einbringen
  • wir unsere Schülerinnen und Schüler an die kulturellen Angebote der Region heranführen
  • durch den Austausch die kreativ-musische Erziehung unserer Schülerinnen und Schüler fördern und
  • bei ihnen Identifikation mit ihrer Heimat entwickeln wollen.

Wir kooperieren mit anderen Bildungseinrichtungen, weil wir

  • schul- und jahrgangsstufenübergreifendes und integratives Lernen zum Nutzen aller Altersklassen fördern
  • persönlichen Schüleraustausch mit europäischen Partnerschulen erlebbar machen und
  • sie damit für fremde Kulturen öffnen
  • bei unseren Schülerinnen und Schülern Studierfähigkeit und die Fähigkeit zum wissenschaftspropädeutischen Arbeiten entwickeln
  • sie auf lebenslanges Lernen vorbereiten und
  • zu Weltoffenheit und Toleranz erziehen wollen.

6. Entwicklung durch Evaluation

Wir setzen uns das Ziel, beständig Qualität von Schule und Unterricht weiterzuentwickeln. Hierbei stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: „Tun wir die richtigen Dinge?“ und „Tun wir die Dinge richtig?“.

Dazu ist es notwendig, regelmäßig und systematisch zu evaluieren. In den Vordergrund der Evaluation stellen wir für den nächsten Zeitraum die Bereiche Schulklima und Lehr- und Lernprozess.

6.1 Schulklima

Schulleitung – Kollegen - Schüler

Wir entwickeln und fördern Normen, Werte und einen respektvollen Umgang miteinander in Form von

  • Gesprächen z. B.  am Schuljahresanfang und zum Halbjahr zwischen Schülerinnen  und Schülern mit ihren Klassenleitern und Tutoren
  • regelmäßiger Evaluation in Form eines Fragebogens (Erarbeitung 2007/08).
  • Veröffentlichungen von Ergebnissen in der Schule
  • Auswertungen in den Klassen/ Tutorengruppen und Gremien der Schule
  • Rückkopplungen zum Jahresarbeitsplan bzw. Maßnahmenkatalog

6.2 Lehr- und Lernprozess

Wir verbessern und steigern die Unterrichtsqualität, indem

  • wir im Kollegium und in den Fachbereichen im gesamten Schuljahr den Austausch über Unterrichtsplanung und –gestaltung suchen
  • die Schulleitung gemeinsam mit den Fachkonferenzleitern eine Möglichkeit erarbeitet, wie Unterrichtsqualität durch Lehrer, Schüler und Schulleitung evaluiert werden kann
  • wir Unterstützung von Fachberatern in Anspruch nehmen.
  • das Kollegium Weiterbildungsveranstaltungen besucht,
  • die schulinternen Rahmenpläne jährlich evaluiert und
  • Prüfungsergebnisse und Vergleichsarbeiten ausgewertet werden.

7. Resümee und Ausblick

Als Lehrerinnen und Lehrer sind wir uns der Verantwortung gegenüber den Heranwachsenden dieser Region bewusst und stellen uns den Herausforderungen und Problemen des Schulalltags und den sich ändernden gesellschaftlichen Realitäten, indem wir

  • flexibel und pädagogisch agieren
  • darauf bedacht sind, ein Gefühl der Geborgenheit zu stärken und
  • die Lern- und Lehratmosphäre für alle Beteiligten positiv gestalten.

Durch kritische Reflexion des Lern-, Lehr- und Arbeitsprozesses erreichen wir eine stetige Angleichung unseres Handelns an die oben genannten Ziele.

Die durch die Öffentlichkeit, auf Grund der Zusammenlegung beider Gymnasien der Stadt Rathenow zum Schuljahr 200/08, angestoßene Namensdiskussion werden wir in Zusammenhang mit der Fortschreibung des Schulprogramms aufnehmen.

Im Schuljahr 2007/08 werden wir voraussichtlich erneut einen Antrag an das MBJS zur Errichtung eines offenen Ganztagsangebotes stellen. Dazu klären wir im Vorfeld ab, ob es für Gymnasien veränderte Richtlinien gibt. Hinsichtlich der Erweiterung der Jahrgangsprofile planen wir das Praxislernen (VV  Sek I Verordnung, Anlage 1) in der Jahrgangsstufe 8 zu integrieren.